Mit großem Zuspruch ist die Oberbürgermeisterkandidatin Alexandra Kriegel in den Wahlkampf gestartet: Mehr als 140 Bürgerinnen und Bürger kamen am Dienstagabend in die Ulner Kapelle, um die Kandidatin persönlich kennenzulernen und mehr über ihre Ziele für Weinheim zu erfahren. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt – ein deutliches Signal für das große Interesse an ihrer Kandidatur.
Begrüßt wurden die Gäste, unter ihnen Ehrenbürgerin und Autorin Ingrid Noll, sowie die beiden Oberbürgermeister a.D, Uwe Kleefot und Heiner Bernhard, vom Weinheimer Filmkomponisten und Musikproduzenten Biber Gullatz, der die Moderation des Abends übernahm. Als „Künstler und Nicht-Politiker“, wie er selbst betonte, unterstütze er Kriegel aus persönlicher Überzeugung. In einer eindringlichen Ansprache erinnerte er daran, dass Demokratie keine Selbstverständlichkeit sei. Sie brauche Menschen, die Verantwortung übernehmen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Alexandra Kriegel sei eine solche Persönlichkeit: integrativ, empathisch, teamorientiert und achtsam. „Sie spaltet nicht, sie führt Menschen zusammen“, so Gullatz. Dafür unterstütze er sie „von ganzem Herzen“.
Nach diesen nachdenklichen Worten ergriff Alexandra Kriegel selbst das Mikrofon. Sie sprach über das besondere Lebensgefühl in Weinheim – und stellte die Frage, was die Stadt so lebenswert mache: der Marktplatz, die Gastronomie, das vielfältige Vereinsleben, kulturelle Veranstaltungen und traditionsreiche Feste. Augenzwinkernd nahm sie Bezug auf aktuelle Diskussionen um die Kerwerutsche und bekannte sich klar zum Erhalt liebgewonnener Traditionen wie der Kerwe oder den Flohmärkten rund um den Rodensteinerbrunnen.
Weinheim, so Kriegel, lebe von seiner Vielfalt und vom Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger. Diese Lebensqualität gelte es zu bewahren und weiterzuentwickeln. Als erfahrene Verwaltungsfachfrau, die ihre Kompetenz bereits in Mannheim unter Beweis gestellt habe, wolle sie die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt sichern. Gleichzeitig strebe sie an, Weinheim als attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort weiter auszubauen.
Besonderen Wert legt die Kandidatin auf Bildung, Integration sowie die Förderung von Kultur und Sport. Auch im Tourismus sieht sie großes Potenzial. „Wer nach Weinheim kommt, muss vom ersten Moment an Lust auf unser Lebensgefühl bekommen“, betonte sie. Dazu gehörten ansprechend gestaltete Stadteingänge ebenso wie eine gestärkte Innenstadt. Patentrezepte gebe es dafür nicht, räumte sie ein: „Wir müssen gemeinsam experimentieren und neue Wege ausprobieren.“
Obwohl sie von der SPD unterstützt wird, stellte Kriegel klar, dass sie als Oberbürgermeisterin parteiunabhängig für alle Bürgerinnen und Bürger da sein wolle. Ihr Parteibuch werde ihre Amtsführung nicht bestimmen.
In der anschließenden, ausführlichen Fragerunde stellte sich die Kandidatin auch kritischen und detaillierten Nachfragen aus dem Publikum. Souverän und gut vorbereitet beantwortete sie die Beiträge aus der Bürgerschaft. Der langanhaltende Applaus am Ende der Veranstaltung sowie das große Interesse an den Unterstützerlisten unterstrichen die positive Resonanz des Abends.
Musikalisch begleitet von Daniel Aprile und Lenya Krammes, nutzten viele Gäste im Anschluss die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit der Kandidatin. Die Stimmung war geprägt von Aufbruch, Zuversicht und spürbarer Neugier auf das, was kommen mag.
Ein Auftakt, der deutlich machte: Alexandra Kriegel hat an diesem Abend viele Weinheimerinnen und Weinheimer erreicht – und einen engagierten Start in den Wahlkampf hingelegt.
